AKTUELLES

Krankenhausreform mit schlimmen „Nebenwirkungen“


Es droht ein Verlust der Versorgungssicherheit für die Patienten und es findet keine angemessene Wertschätzung der Leistungen des Personals statt.
 
Vielen Krankenhäusern in Deutschland droht die Insolvenz und damit auch die Schließung.


Was sind die Ursachen?


Es werden drei Gründe genannt:


1.

Viele Fallpauschal-Vergütungen decken nicht mehr die tatsächlichen Behandlungskosten. Die Vergütungssätze wurden nicht in ausreichendem Umfang der inflationären Kostenentwicklung angepasst. Erhöhung der Fallpauschal-Vergütungen um ca. 3 % bei Kostensteigerungen um teilweise über 10 %.

 

2.

Seit der Corona-Pandemie haben sich die Patientenbehandlungen in den Krankenhäusern um 10-15 % rückläufig entwickelt.

 

3.

Regulierungen bezüglich vorgeschriebenen Mindestpersonalstärken in einzelnen Sektionen der Krankenhäuser mindern den Umfang der Behandlungsmöglichkeiten und der Erlöse.

 

1.1

Die Krankenhäuser erhalten die Vergütungen der Patientenbehandlungen von den Krankenkassen nach Fallpauschalen. Die Fallpauschalen sollen nur die reinen Behandlungskosten der Krankenhäuser vergüten, werden in einer Liste von etwa 1.300 Möglichkeiten aufgeführt und die Vergütungen haben keinen Deckungsbeitrag für notwendige Investitionen der Krankenhäuser. Für Investitionen (medizinische Geräte, Gebäude usw.) zahlen die Bundesländer jährliche Pauschalen an die Krankenhäuser. Es können zusätzlich noch Bewilligungsanträge an die Bundesländer gestellt werden. 


Es handelt sich bei den Krankenhäusern um ein duales Vergütungssystem: 
1. Fallpauschalen für die Behandlungen 
2. Landeszuschüsse für die Investitionen. 


Das System der Fallpauschalen (DRG Diagnosis Related Groups) wurde im Jahr 2004 von Australien übernommen. Es entwickelt einen hohen Druck auf effiziente Abwicklungsorganisationen und führte zu Kostenminderungen. Da Operationen nach Fallpauschalen in einigen Bereichen relativ hoch vergütet werden, wird das System wegen zu häufigen Operationen kritisiert. Vor der Einführung der DRG’s erhielten die Krankenhäuser kostendeckende Vergütungen.

 

2.1

Der medizinische Fortschritt ermöglicht zunehmend Patientenbehandlungen ambulant in Arztpraxen, anstatt stationär in Krankenhäusern durchzuführen. In den drei Jahren der Corona-Pandemie sind drei Jahre Übersterblichkeit eingetreten. Der nun deutliche Rückgang der Krankenhausbehandlungen kann vorübergehend auch mit der Übersterblichkeit zusammenhängen. Zu diesem Thema gibt es keine wissenschaftlichen Erhebungen.
   

Allgemein

 

Es gibt in Deutschland etwa 1.850 Krankenhäuser die in drei Trägergruppen (Eigentümer) organisiert sind.


1. Die kommunalen Träger ca. 30 %
2. Die freigemeinnützigen Träger ca. 30 % (Diakonie, Caritas, DRK usw.)
3. Die privatwirtschaftlichen Träger ca. 40 % (Helios-Kliniken, Rhön-Kliniken usw.)
 

Alle vorgenannten Träger stehen nun vor dem Dilemma, dass sie die unterfinanzierten Krankenhäuser pro Krankenhaus mit erheblichen Millionenbeträge vor der Liquidation retten sollten, da die Behandlungskosten nicht kostendeckend vergütet werden. Beispiel: Die Stadt Frankfurt berichtet von einem Zuschussbedarf für das Krankenhaus in Frankfurt-Höchst von zunächst 47 Millionen Euro im Jahr 2023. Nebenbei bemerkt: Wesentliche Gebäudeteile des Krankenhausens wurden in sechsjähriger Bauzeit im Jahr 2023 für 280 Millionen Euro fertig gestellt.
 
Bereits vor mehreren Jahren soll Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in Talkshows berichtet haben: „Mehrere hundert Krankenhäuser seien entbehrlich.“ Im Rahmen der Krankenhausreform soll von etwa 500 möglichen Krankenhaus-Schließungen gesprochen werden. Die Krankenhäuser mit dem höchsten Zuschussbedarf und deren Träger das Geld ausgeht, dürften dann mit der Schließung betroffen sein.

Bitte beachten sie: Die realisierbaren Details der Krankenhausreform sollen erst im Laufe des Jahres 2024 spezifiziert beschlossen werden, bis dahin bleiben die deutlichen Unterfinanzierungen der Krankenhäuser in Millionenhöhe bestehen. Eine deutlich zu lange Periode, in der einige Krankenhäuser schließen müssen. Politisches Kalkül der Bundesregierung, da noch mehrere Hundert Krankenhäuser schließen sollen?
 

Während der Corona-Pandemie wurde berichtet, dass die Krankenhauskapazität der zahlreichen Corona-Patienten gerade so gereicht hätte! Ältere Menschen haben deutlich höhere krankhausbehandlungsbedürftige Leiden als jüngere Menschen. Entsprechend der demographischen Entwicklung wird die Anzahl älterer Menschen sich noch deutlich erhöhen. Wird dann die Behandlungskapazität reichen, wenn etwa 500 Krankenhäuser schließen sollen?


Eine Reform im Gesundheitswesen ist sicherlich dringend erforderlich, doch es kommt auf die Gestaltungsdetails an. Seit vielen Jahren mahnt die medizinische Fachliteratur, dass in den nächsten Jahren viele Mediziner in den Ruhestand gehen werden und nicht genügend Nachwuchs ausgebildet wird. Die Mahnungen blieben bisher leider ohne angemessener politischen Reaktion!


Ja, die Menschen sollten vor der Wahl den Politikern zuhören, welche Ziele sie verfolgen.


Bericht von Bernd Fuchs, August 2023 
 

Höchster Kreisblatt vom 8. März 2023



Konstruktive Ansätze "gebrandrodet"

Kreistag lehnt 54 Anträge zum Etat ab,
aber Lorsbach bekommt für Klage 10.000 Euro

von Barbara Schmidt

Unterstützer dringend gesucht!


Bitte unterzeichnen Sie die Petition gegen ein Jahr  Vollsperrung zwischen Hofheim und Lorsbach (L3011), initiiert vom "Aktionsbündnis L3011"




Gemeinschaftliche Erklärung zum Angriff auf die Ukraine - 7. März 2022

Wir im Main-Taunus-Kreis stehen fest an der Seite der Ukraine

Mittwoch, 03. November 2021, Höchster Kreisblatt / Lokales


Luftfilter für Schulen bleiben Dauerbrenner

Kreiselternbeirat und FWG wollen mehr Geräte und beißen bei Koalition auf Granit


Main-Taunus - Ein bisschen ist es wie das täglich grüßende Murmeltier: Auch in der jüngsten Kreistagssitzung am Montag wurde wieder über die Frage diskutiert, ob der Kreis nicht mehr für eine bessere Raumluft in den Klassenzimmern seiner immerhin 56 Schulen tun kann. Die FWG ist schon sehr lange an dem Thema und bleibt es beharrlich. Eine Sondersitzung der zuständigen Ausschüsse mit Experten sollte noch vor den Haushaltsberatungen her, um "auf angemessener fachlicher Grundlage" beraten zu können. Die SPD steuerte noch eine weitere Idee bei: Sie hätte gern einen "Luftfilterkalkulator" eingesetzt, den die Unis in Frankfurt und Mannheim entwickelt haben. So solle überprüft werden, ob die bisher getroffenen Maßnahmen ausreichten, begründete Bernhard Köppler den Änderungsantrag seiner Fraktion.

 

Unterstützt sah sich FWG-Vertreter Andreas Nickel vom Kreiselternbeirat. Dessen Vorsitzender Matthias Bormannn hatte in einem Rundschreiben an die Eltern deutlich gemacht, dass der Kreiselternbeirat (KEB) sehr wohl für eine Ausweitung der Luftfilterung in den Schulen sei, anders als der Kreis dies dargestellt habe. Dass der Kreis als Schulträger zu allererst die Räume, die nicht richtig zu lüften sind, mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet hatte, sei vernünftig gewesen, sieht auch der KEB. Doch sei er eben immer davon ausgegangen, dass dies nur eine erste Maßnahme gewesen sei. Der KEB sei dann "wiederholt" auf den Schulträger zugegangen und habe eine Ausweitung gefordert. Besonders im Fokus seien dabei die Klassenstufen 1-6, weil Kinder bis zu 12 Jahren bisher nicht gegen Corona geimpft werden dürfen. Die Stadt Frankfurt und der Hochtaunuskreis hätten die Ausstattung der Klassenräume dieser Jahrgangsstufen mit Luftfiltergeräten beschlossen, der Kreis Groß-Gerau wolle das sogar für alle Klassenzimmer tun, verweisen Bormann wie auch die FWG auf entsprechende Entscheidungen in der Nachbarschaft.

 

Doch Landrat Michael Cyriax (CDU) als zuständiger Schuldezernent sieht es anders und die Koalition aus CDU, Grünen und FDP stärkte ihm erneut den Rücken. Axel Fink (CDU) machte deutlich, er verstehe, dass die Debatte bislang zum Teil sehr emotional geführt worden sei, weil es der FWG ja um den Schutz der Kinder gehe. Emotionen führten aber nicht weiter. An den Schulen im Kreis gebe es bislang, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine nennenswerten Infektionsketten. Mobile Luftfiltergeräte böten zudem keine wirkliche Verbesserung gegenüber einem regelmäßigen Lüften. Dagegen seien raumlufttechnische Anlagen zwar "uneingeschränkt zu befürworten". Der MTK habe diese auch schon in 16,8 Prozent seiner Schulen (der Bundes-Schnitt liege bei 10 Prozent). Damit möglichst schnell alle 56 Schulen nachzurüsten, sei aber "schlicht nicht umsetzbar". Die Anträge von FWG und SPD wurden abgelehnt. babs

Offizielle Verabschiedung von Ingrid Hasse am 7.10.21

"Die gebürtige Düsseldorferin Hasse war seit den 1990-er Jahren in Hofheim politisch und bürgerschaftlich aktiv. 2011 wurde sie bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 2020 ehrenamtliche Kreisbeigeordnete. Als Dezernentin war sie für die Themen Frauen, Familie, Gleichberechtigung, Integration und Demografischer Wandel verantwortlich. Für ihre langjährige Tätigkeit wurde sie mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Cyriax zufolge hat Hasse „ihre Themen mit Vehemenz und Beharrlichkeit vertreten und immer wieder in der Öffentlichkeit bewusst gemacht, wo es in der Gesellschaft noch viel zu tun gibt“."

Kreistagssitzung am 12. Juli 2021 /
Wahl Kreisausschuss


Auf der gestrigen Kreistagssitzung wurde Lilli Becking in den Kreisausschuss des Main-Taunus-Kreises gewählt:

Herzlichen Glückwunsch Lilli!


Wir bedanken uns herzlich bei Ivaloo Schölzel, die diese Aufgabe bis dato für die FWG wahrgenommen hat:

Danke Ivaloo!


Als neues Fraktionsmitglied begrüßen wir Thomas Probst:

Herzlich Willkommen Thomas in der Fraktion, auf eine erfolgreiche und spannende Zusammenarbeit!




Foto: v.l.n.r.

Bernd Fuchs, Ivaloo Schölzel, Karl Heinz Spengler, Thomas Probst, Lilli Becking, Andreas Nickel

Freie Wählergemeinschaft Main-Taunus-Kreis e.V. 

D A N K E



Der Kreisverband der FWG spricht seinem Mitglied

Bodo Tadewald

Dank und Anerkennung für seine herausragende ehrenamtliche kommunalpolitische Lebensleistung aus. Von 1968 bis 1977 war er Gemeindevertreter der Gemeinde Wallau. Seit 1977 ist er Stadtverordneter der Kreisstadt Hofheim/Ts. Von 1985 bis 2015 war er 30 Jahre Fraktionsvorsitzender der FWG-Fraktion Hofheim. Sein fundiertes Fachwissen hat er die vielen Jahre in die verschiedenen Gremien der Stadt Hofheim eingebracht. Er war langjähriger Vorsitzender des Ausschusses für Planung, Bauen, Verkehr, Umwelt und Energie. Von 2016 bis 2021 war er Kreistagsabgeordneter. Seine großen Leistungen würdigten die Bürgerinnen und Bürger, in dem sie Bodo Tadewald bei vielen Wahlen in Spitzenpositionen wählten. Wir bedanken uns auch bei seiner Frau Helga Tadewald für ihr Verständnis und ihre große Unterstützung. Sein umfangreiches Fachwissen hat er stets mit Humor gewürzt, so freuen wir uns sehr auf gemeinsame Stunden mit ihm im Stadt- und Kreisverband.
 

Hofheim, den 21. Juni 2021

 

Bernd Fuchs                                       Andreas Nickel

1. Vorsitzender Kreisverband FWG   Fraktionsvorsitzender


FWG MTK und die Bad Sodener Bürger (BSB) beschließen Zusammenarbeit

FWG MTK und Die Freien Bürger (dfb) Flörsheim kooperieren miteinander

Der FWG-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Karl Heinz Spengler (mitte), der stellvertretende FWG-Fraktionsvorsitzende Bernd Fuchs (links) und

der dfb-Fraktionsvorsitzende Thomas Probst (rechts) wollen gemeinsam Politik für Flörsheim und den Main-Taunus-Kreis machen.

Foto: Alexander Noé

Bürgernah, unabhängig, transparent - so lautet das Credo der Freien Bürger Flörsheim (dfb) und der Freien Wählergemeinschaft MTK (FWG). Dieses bildet sozusagen fortan den Grundstein gemeinsamer Politik in der Untermainstadt und im Kreis. Die Kommunalwahl im März 2021 vor Augen, sieht der dfb in der Kooperation mit der Kreis-FWG eine große Chance.


Die Initiative sei von der FWG ausgegangen, so der dfb-Fraktionsvorsitzende Thomas Probst. Anfang Oktober habe man sich in der Geschäftsstelle der FWG in Hofheim getroffen und sofort einen Draht zueinander gefunden: "Wir gehen politisch in dieselbe Richtung. Außerdem werden bei den Freien Wählern, wie bei uns, die Standpunkte nicht von oben nach unten durchgegeben, sondern offen und auf Augenhöhe diskutiert. Die Chemie stimmt."


Es ist eine Win-win-Situation: Ein dfb-Kandidat erhält über uns einen Listenplatz bei der anstehenden Kreistagswahl, dafür sind die Freien Wähler ohne einen eigenen Ortsverband gründen zu müssen, nun auch in Flörsheim vertreten", so der Fraktionsvorsitzende der FWG im Kreistag, Karl Heinz Spengler (Hattersheim), der mit seinem Stellvertreter Bernd Fuchs (Eppstein) das Sondierungsgespräch mit der dfb-Spitze geführt hatte. Derzeit ist die FWG mit fünf Sitzen im Kreistag vertreten, mindestens sechs Mandate werden angestrebt. Der dfb-Kandidat belegt den siebten Platz.


Durch den Einzug eines Vertreters in den Kreistag würden die Freien Bürger laut dem dfb-Vorsitzenden Jens Valenteijn "in die Lage versetzt, die Interessen der Flörsheimer Bürger im Kreistag eigenständig zu vertreten". Viele Entscheidungen, die Einfluss auf Flörsheim und seine Stadtteile hätten, würden nämlich im Kreistag beschlossen, sagt Jens Valenteijn: "Exemplarisch stehen hier zum Beispiel die Diskussionen um die Mülldeponie und die Wertstoffsortieranlage.


"Der dfb habe die Möglichkeit," Informationen, direkt und ungefiltert aus erster Hand" zu bekommen "und damit im Vorfeld für Flörsheim politisch Einfluss nehmen zu können". Kommunalpolitik höre nicht am Ortsschild auf, so der dfb-Fraktionschef Thomas Probst. Nichtsdestotrotz bleibe die zentrale Eigenschaft des dfb, nämlich seine Unabhängigkeit zugunsten einer Politik für die Flörsheimer Bürger, erhalten.

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